Reich sein ist asozial

April 27, 2016

Ich wettere immer mal wieder bei Twitter speziell gegen die Reichen und Megareichen, stelle aber immer wieder fest, dass 140 Zeichen da einfach nicht ausreichen, um meine Position darzustellen. Da mir das Thema aber sehr am Herzen liegt, möchte ich hier einmal meine Meinung dazu zusammentragen.

Warum habe ich etwas gegen Reiche?

bzw.

Warum sind Reiche asozial?

Um es gleich vorweg zu sagen, ich habe absolut nichts gegen die reichen Menschen selbst, die hatten meist einfach nur Glück und machen den gleichen Fehler wie fast alle. Sie denken sie hätten ihr Glück verdient und leben es auf Kosten der Gemeinschaft aus.
Leider ist Reichtum nach wie vor sehr positiv in unserer Gesellschaft belegt. Die meisten Menschen wünschen sich auch mal Glück zu haben und reich zu werden. Das ist menschlich aber leider auch sehr schädlich für unsere Gesellschaft. Denn speziell die megareichen Menschen (bzw. die zugehörigen Rechtspersonen) ziehen immer mehr Kapital aus unserer Gesellschaft ab. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn sie es wieder ausgeben würden. Aber das tun sie ganz offensichtlich nicht, sonst würde es nicht ständig mehr werden.

Das eigentliche Problem fängt aber schon im Kleinen an. Warum gibt es z.B. keinen Aufschrei in der Bevölkerung, dass hohe Gehälter nicht proportional zu ihrem Gehalt in die sozialen Umlagesysteme einzahlen müssen? Fast all diese Umlagesysteme deckeln die Zahlungen bei einem Höchstbetrag, was zutiefst ungerecht ist, da diese Menschen ja sowieso schon viel mehr verdienen als der Rest. Warum zahlen nicht einfach alle einen festen Prozentsatz in die Umlage ein, egal wie viel sie verdienen? Für die sehr kleinen Einkommen halte ich eine Deckelung ja noch für sinnvoll, damit ihnen wenigstens genug Geld zu einem menschenwürdigen Leben bleibt, aber für die großen Einkommen ist es einfach nur zutiefst asozial.

Richtig schlimm wird es aber erst bei unserem Umgang mit Kapital. Warum sollte man Kapital nicht einfach genau so behandeln wie Einkommen? Ehrlich gesagt fällt mir da kein echter Grund ein, außer dass die Kapitalbesitzer ihr Kapital gerne behalten wollen.

Kapital sollte mit dem gleichen Prozentsatz wie Einkommen zu den sozialen Umlagesystemen beitragen. Aber das ist mir ehrlich gesagt noch nicht genug, denn Kapital sollte zusätzlich auch noch begrenzt werden. Hier schlage ich als Grenze das 1.000-Fache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens vor. Immer wenn das Kapital einer Person diesen Wert übersteigt, wird jeder weiter Euro zu 100 Prozent besteuert und steht somit wieder der Gemeinschaft zur Verfügung.

Noch schlimmer wie den Umgang mit Kapital finde ich unser Erbrecht. Hier würde ich jedes Erbe pro Person auf das 100-Fache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens begrenzen. Damit kann man 100 Jahre normal leben, ohne jemals arbeiten zu müssen, das sollte eigentlich reichen! Alles was darüber hinausgeht, wird in die sozialen Umlagesysteme eingezahlt.

Schreiben Sie mir ihre Meinung, ich freue mich schon darauf …

PS: Aber bitte denken Sie selbst, zitieren oder abschreiben zählt nicht 🙂

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Gibt es einen Gott und was hat das für mich mit Jesus zu tun?

August 16, 2016

Die Frage ob es einen Gott gibt, begleitet mich schon mein ganzes Leben und war und ist für mich schon immer sehr existenziell. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass die einzige ehrliche Antwort darauf nur sein kann „woher soll ich das wissen, ich bin ein Mensch“. 

Außerdem bin ich auch der Meinung, dass wir Menschen niemals beweisen können, dass es einen Gott gibt, das kann nur Gott selbst, alles andere würde im Widerspruch zu seiner angenommen Allmacht stehen.

Leider waren bis jetzt alle Propheten, die uns überliefert sind, ganz offensichtlich Menschen, vielleicht von Gott beselt, aber eben trotzdem nur Menschen.

Wenn es einen Gott gibt, dann sind wir alle von diesem Gott beseelt, das ist also erst mal nichts besonderes. Speziel Jesus hat ja immer wieder erwähnt, dass wir für ihn alle Kinder Gottes sind. Er nannte sich zwar selbst auch Sohn Gottes aber das steht ja in keinem Widerspruch zu der Aussage, dass wir alle Kinder Gottes sind.

All diese Fragen stehen für mich aber auch absolut nicht im Widerspruch zu der Verehrung, die wir ohne jede Frage z.B. dem realen Menschen Jesus entgegen bringen sollten. Er hat sich freiwillig als Lamm Gottes für die Vergebung unserer Sünden geopfert und egal warum er das auf sich genommen hat, dafür verehre ich ihn sehr und halte es auch für mehr als angemessen, ihn dafür als den Christus anzubeten. Obwohl im klar war, dass er einen furchtbaren Tot an einem Kreuz sterben muss, hat er sich trotzdem für diesen Leidensweg entschieden, weil er davon überzeugt war, dass das die notwenige Voraussetzung dafür ist, dass Gott uns unsere Sünden vergibt. Wie das zu bewerten ist, sollte am besten jeder für sich selbst durchdenken.

Die wenigen dokumentierten letzten Jahre seines Lebens sind über jeden moralischen Zweifel erhaben und sollten für alle Menschen ein Vorbild dafür sein, wie unfassbar freundlich und menschlich Menschen eigentlich sein können. Hierfür gibt es in unsere langen Geschichte ja zum Glück noch viele, viele andere wunderbare Beispiele. 

Ich habe absolut keinen Zweifel daran, dass dieser wunderbare Mensch Jesus wirklich gelebt hat, denn seine Strahlkraft wirkt bis in unsere heutige Zeit so stark positiv nach, dass das für mich Beweis genug ist, an ihn zu glauben. Jeder der will kann sich diese Lebensgeschichte selbst durchlesen (am besten alle Texte die es dazu gibt und nicht nur die, die in der offiziellen Bibel stehen) und dann daraus gerne Regeln für sein eigenes Leben und Handeln ableiten. Denn das aus diesem Prozess resultierende Handeln, kann unsere Welt nur besser machen! Ganz wichtig ist, Sie müssen das Neue Testament (denn nur das beschreibt sein Leben) selbst lesen und es in ihre eigene Lebessituation übertragen. Auch mit anderen Menschen darüber sprechen kann helfen aber nur, wenn sie es wirklich selbst (am besten mehrfach) gelesen haben. Bitte verabschieden Sie sich möglichst gleich von der Hoffnung, dass ander Menschen ihnen das Neue Testament erklären können, denn es geht nicht um das perfekte Erklären einzelner Wörter, es geht um das vollständige aufnehmen des gesamten Textes. 

Trotzdem bin ich speziel auf Twitter ein aktiver Kämpfer für die Abschaffung der von Menschen begründeten Religionen in unserer Welt, denn es gibt absolut nicht die Notwendigkeit einer menschlichen Religion anzugehören, um ein guter Mensch zu sein. Im Gegenteil, menschliche Religionen haben schon immer im großen Still als reine Machtinstrumente der Unterdrückung gedient und tun das heute noch immer. Nur im ganz Kleinen kann die Geschichte eines wunderbaren Menschen seine Kraft entfalten, aber das weiß vermutlich jeder von ihnen sowieso selbst, weil er hoffentlich so etwas schon einmal erlebt hat. Bitte erzählen Sie deshalb die Gechichten solcher wunderbaren Menschen immer und immer wieder, denn diese Geschichten brauchen wir anderen Menschen, um immer wieder neu die Kraft zu finden, ein ganz kleines bisschen auch so wunderbar stark sein zu können.

PS: Einen kleinen unvollständigen Gottbeweis gibt es natürlich schon, schließlich gab es ja Bach ! 

Gender-Wahn und Mittelwerte

März 4, 2015

Aktuell geht wieder das Thema Gender-Wahn und Frauenquoten um, deshalb möchte dazu auch mal kurz meine (zugegeben nicht sehr relevante) Meinung zum Besten geben.

Viele behaupten, dass es völlig ausreicht, die Zahlen des statistischen Bundesamtes zu begutachten, um die allgemeine Benachteiligung der Frauen in unserer Arbeitswelt erkennen zu können. Das halte ich für zu oberflächlich.

Aber erst mal zu den offensichtlichen Fakten

  1. Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer.
  2. Frauen bekommen immer noch die Kinder.
  3. Frauen gehen öfters und länger in Elternzeit als Männer.
  4. Frauen arbeiten öfters Teilzeit als Männer.

Da es bei der öffentlichen Debatte ja immer nur um Punkt 1 geht, will ich auch nur dazu etwas sagen.

Punkt 1 unterstellt indirekt, dass alle Frauen und alle Männer gleich sind, was natürlich quatsch ist. Deshalb sollten man erst einmal hinterfragen, wie die Gehaltsverteilung im Allgemeinen ist. Meine persönliche Wahrnehmung hierzu ist folgende.

  • Menschen die aggressiver sind, verdienen im allgemeinen mehr, als Menschen die eher zurückhaltend sind.
  • Menschen die Verantwortung übernehmen wollen, verdienen im allgemeinen mehr, als Menschen die keine Verantwortung übernehmen wollen.
  • Vollzeitstellen werden besser bezahlt als Teilzeitstellen.
  • Gut bezahlte Stellen haben eine höhere Arbeitsbelastung.
  • Gut bezahlte Stellen, haben selten geregelte Arbeitszeiten.
  • Frauen sind im allgemeinen weniger aggressiv als Männer.
  • Männer übernehmen öfters Verantwortung als Frauen.
  • Frauen übernehmen öfters Arbeitsstellen mit geringerer Arbeitsbelastung.
  • Frauen sind meist auf der Suche nach geregelten Arbeitszeiten.

All diese Punkte werden im statistischen Mittel dazu führen, dass Frauen im allgemeinen weniger verdienen, als Männer.

Ich kenne natürlich auch die Fälle, wo Frauen weniger verdienen als Männer, obwohl sie die gleiche Arbeit machen. Ich kenne aber auch viele Fälle, wo Männer nicht das gleiche Verdienen wie andere Männer, obwohl sie die gleich Arbeit machen.

Ich bin der Meinung, dass Frauen (die Kinder bekommen) einen besonderen Schutz in der Arbeitswelt benötigen. Da sehe ich gerade bei alleinerziehenden Frauen, immer noch ein sehr großes Defizit. Ich halte es auch für angemessen, dass bei gleicher Qualifikation, Frauen bei einer Bewerbung bevorzugt behandelt werden. Ich halte es aber auch für absolut unangemessen, wenn Stellen nicht besetzt werden können, nur damit irgend eine wahllos festgelegte Quote erfüllt werden kann.

Ich möchte hier am Ende keine Antworten liefern, aber ich möchte ein paar Fragen stellen.

  • Sind die Gehälter wirklich ausgerechnet deshalb ungerechnet, weil Männer im Mittel mehr verdienen als Frauen?
  • Wie soll eine Leistungsgesellschaft funktionieren, wenn sie die Gehälter nicht mehr differenzieren kann?

PS: Ich persönlich wäre ja mehr für ein bedingungsloses Grundeinkommen und viel mehr Steuern auf Kapital, aber das ist eine ganz andere Geschichte 🙂

Denken Sie selbst …

sind es die Frauen oder ist es ihre Berufung

Juni 16, 2013

Ohne zweifel ist es nach wie vor so, dass eine Frau im statistischen Mittel, im gleichen Beruf, weniger verdient als ein Mann. Es ist aber auch so, dass weniger aggressive Männer, im statistischen Mittel, weniger verdienen als aggressive Männer.

In meinem persönlichen Umfeld erlebe ich genau das.

Frauen sind (zum Glück) im allgemeinen deutlich weniger aggressiv als Männer.

Wenn es darum geht die anstrengenden Aufgaben anzugehen, stehen die meisten von ihnen hinten in der Schlange, damit sie möglichst keiner bemerkt. Dort stehen sie zusammen mit den Männern, die sich genau da auch wohler fühlen. Und wenn die Welt so funktioniert, wie ich sie wahrnehme, dann verdienen dieser Männer im statistischen Mittel auch weniger, als die aggressiven Männer, die vorne in der Schlange stehen.

Die eigentliche Ungerechtigkeit besteht aus meiner Sicht darin, dass akademische Arbeit in unserer Gesellschaft extrem überbezahlt wird. Genau deshalb habe ich mich auch durch ein Studium gequält.

Der extremste Fall den ich kenne, ist die Kinderbetreuung. Wenn man hier eine 5 jährig Ausbildung (fast ohne Bezahlung) hinter sich gebracht hat, verdient man weniger, als wenn man einen Bachelor hat, der nur 3 Jahre dauert.

Zu unserem Glück, werden Frauen oft von sozialen Berufen angezogen. Zu deren Pech, werden genau diese Berufe schlechter bezahlt. Egal ob man eine Frau oder ein Mann ist.

Auch wenn das jetzt viele langweilen wird, aber auch hier spielt unser Geldsystem und der zugehörige Kapitalmus die entscheidende Rolle. Dieses System bevorzugt die Aggressiven, die Macher. Diesem System ist das Soziale völlig egal, es gibt dem viel Geld, der viele Geld bringen könnte.

Denken Sie selbst …

Das SMV Dilemma

Mai 13, 2013

Gestern haben die Piraten wieder einmal versucht in ihrer Neuzeit anzukommen, aber auch diesmal fand die Ständige Mitgliederversammlung (SMV) keine Mehrheit.

So könnte man das Thema kurz und schmerzlos zusammenfassen, aber es trifft nicht den Kern der Sache.

Denn die, die da am Sonntag eine online Variante ihres Parteitages abgewählt haben, waren nicht DIE Piraten, sondern die Piraten, die es sich zufällig leisten konnten an diesem Ort anwesend zu sein.

Allein die Tatsache dass sie anwesend waren, ist schon Teil des Dilemmas.

Denn die, die sich auf den Weg gemacht haben, sind natürlich auch die, die diese Art des Forums für angemessen halten.

Will man jetzt genau diese ANWESENDEN, davon überzeugen ihre Anwesenheit abzuschaffen, dann bedarf dieses Unterfangen, des maximalen Aufwandes der Reformierer.

Die Rede von Christopher Lauer (@schmidtlepp) war dazu ganz offensichtlich nicht in der Lage ( Link zur Rede ). Die Rede war zwar für mich als Abwesenden überzeugend genug, hatte aber schon ein bisschen einen Basta Charakter. In der Nachfolgenden Fragerunde konnte man dann sehr deutlich die Verunsicherung der Anwesenden bemerken. Sie waren zwar nicht grundsätzlich dagegen, eine zusätzliche Form der Mitgliederversammlung zu akzeptieren, hatten aber noch viele Fragen, die nicht wirklich beantwortet wurden. Es mag sein, dass viele dieser Fragen schon 100 mal gestellt wurden, das ändert aber nichts daran, dass sie wieder nicht überzeugend beantwortet wurden.

Aus meiner Sicht ist es gut, dass der Antrag am Sonntag gescheitert ist, denn wäre der Antrag mit 75% angenommen worden, hätte er die Partei noch viel mehr gespalten.

Eine „online“ Mitgliederversammlung ist ohne Zweifel der richtige Weg für eine Piratenpartei, deshalb bin ich sicher, dass ihr Weg auch genau dorthin führen wird, aber ganz offensichtlich ist dieser Weg keine Gerade. Was aus meiner Sicht genau das ist, was alle (auch ich) von den Piraten erwarten.

Mir hat dieser Parteitag (im Stream) sehr gut gefallen. Ich habe viele Menschen gesehen, die sich für ihre Überzeugungen eingesetzt haben, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Diese Menschen werden ihren Weg weiter gehen und ich werde sie dabei gerne weiter begleiten.

Denken Sie selbst …

Ihre FavStarMafia

 

 

 

 

der verlorene Tweet

Februar 13, 2013

Seit Tagen denke ich über einen guten Tweet zum Thema Sexismus bzw. Aufschrei nach, der Tweet kommt aber nie über ein Stadium hinaus, an dem ich ihn wirklich absenden will.

Deshalb möchte ich hier einmal umreißen was der Tweet aussagen soll.

Er soll beginnen mit der „empfangenden“ Eigenschaft der weiblichen Sexualität, die den Mann lockt, um Empfangen zu können. Er soll aber auch etwas über die männliche Seite der Sexualität aussagen, die auf diese Verlockung reagieren muß, damit das Spiel funktioniert.

Die Grundaussage soll sein, dass beide Seiten Verantwortung tragen, da das ganze Thema Sexualität nur dann ohne Gewalt funktioniert, wenn beide Seiten sich ihrer „Aufgabe“ in dem Spiel bewußt sind.

Die meisten Entwürfe beinhalten dann aber eine Mitschuld für die Frau, was nicht wirklich gut zu dem Thema Aufschrei passt, da es hier ja um die Fälle geht, bei denen das Spiel auf die Seite der Gewalt umgekippt ist.

Das Problem bei der Aufschrei-Debatte ist aus meiner Sicht die Einzelfallbetrachtung, die es fast unmöglich macht, wirklich etwas über das Thema Sexualität auszusagen.

Sex sollte es nur geben, wenn beide das wollen, meist lockt dabei die weibliche Seite, mit dem Ziel die männliche Seite zu reizen. Sie lockt aber natürlich nicht nur genau den einen Mann, den sie selbst locken will, sondern sie lockt viele Männer. Es muß den Frauen klar sein, dass sie auch eine Rolle in dem Spiel haben und dass es schief gehen kann.

Ich denke mittlerweile, das Twitter mit seinen 140 Zeichen diese Komplexität einfach nicht gerecht wird und deshalb die falsche Plattform für die Aufschrei-Debatte ist.

Das habe ich auch daran gemerkt, das mir nur Blogs zu dem Thema gefallen haben und keine Tweets.

Denken Sie selbst,
Ihr Don

EineBeratung

Januar 9, 2013

A: guten Tag, ich bin …

B: wir sind heute zur Beratung hier

( das Bild wird begutachtet )

A: ja die sollten raus, das Empfehlen WIR heute so

B: was passiert denn, wenn man die Weisheitszähne nicht entfernt

A: die könnten Probleme verursachen, das empfehlen WIR auch aus hygienischen Gründen

B: warum werden den heutzutage bei so vielen Jugendlichen die Weisheitszähne entfernt

A: die Kiefer sind kleiner geworden, je früher man die raus macht, je besser

B: was kann denn passieren wenn man sie nicht rausmachen läßt

A: es könnte sich eine Tasche bilden, die sich dann entzündet

B: muß sich diese Tasche bilden

A: nein

B: was könnte denn noch passieren

A: die Zähne könnten Probleme machen

B: wäre es nicht sinnvoller die OP erst dann zu machen

A: wenn man jünger ist, ist der Knochen noch weicher

B: aber die Zähne machen doch noch gar keine Probleme

A: die können aber mal Probleme machen

B: was sind die Risiken der OP

A: der Nerv könnte verletzt werden

B: welcher Nerv und was passiert dann

A: die Lippe könnte taub werden

B: lohnt sich das Risiko, obwohl es noch keine Probleme gibt

A: WIR empfehlen die OP auch aus hygienischen Gründen

B: vielen Dank, wir melden uns ….

Einblicke

August 23, 2012

Viele denken, das alle Menschen so denken wie sie.
Oder denken erst gar nicht über die Struktur ihres Denkens nach.

Da ich mir als „Legastheniker“ der Struktur meines Denkens vermutlich mehr bewusst bin als normale Menschen (nicht Legastheniker), möchte ich ihnen einen Einblick in die Struktur meines Denkens gewähren.

Die Grundstruktur meines Denkens sind Bilder. Ich weiß nichts über Struktur ihres Denkens, deshalb erwähne ich hier, was für mich selbstverständlich ist. Wenn ich über etwas nachdenke, entsteht nach und nach in meinem Kopf ein Bild von einer Vorstellung, einer Struktur. Zu Anfangs hat dieses Bild nur wenige Details, ist aber von Anfang an, ein vollständiges Bild. Mit der Zeit bekommt das Bild immer mehr Details, man kann immer genauer erkennen, wie es strukturiert ist.

Warum erwähne ich das mit dem Bild?
Weil das Bild in meinem Kopf dreidimensional ist!
Ich kann es von allen Seiten untersuchen, kann es drehen, kann um das Bild herum gehen, kann es von allen Seiten betrachten. Kann Stellen finden, wo Details fehlen und diese hinzufügen.

In Meinem Kopf ist immer das ganze Bild von etwas, es gibt keine Fragmente, die Zusammenhangslos nebeneinander stehen.

Für mich ist das „Denken“!

So nehme ich die Struktur meines Denkens war.

Warum erzähle ich ihnen das?

Weil Sie (die Gesellschaft) diese Struktur des Denkens als krankhaft bezeichnen.
Sie nennen es Legasthenie!

Die Schriftsprache und die Struktur meines Denken passen nicht zusammen.
Für mich sind alle Strukturen Bilder. Das gilt so natürlich auch für Texte und für die Wörter in den Texten. Wenn ich einen Text lese, entsteht Wort für Wort ein Bild von dem Text in meinem Kopf. Viele Wörter kann ich dabei ignorieren, da sie im Sinne des Gesamtbildes keine Bedeutung haben. Viele Buchstaben können auch einmal an einer falschen stehen, es wird mir gar nicht auffallen.

Das größte Problem sind die Wörter.
Wie schon erwähnt, sind alle Strukturen für mich dreidimensionale Bilder, das gilt leider auch für Wörter. Es ist absolut kein Vorteil, wenn man Wörter von allen Seite betrachten kann, da viele Wörter sich sehr ähnlich sehen. Im Zusammenhang mit einem vorgegebenen Text ist das keine Problem, hier ergibt sich schnell aus den vielen Bildern ein übergeordnetes klares Bild. Wenn man aber selbst einen Text schreiben will, hat man ein Problem.

Viele Bilder von Wörtern passen an einer Stelle in das Gesamtbild, ohne es zu stören. Es fällt mir ja nicht auf, da ich immer nur das Gesamtbild im Kopf habe. Das größte Problem sind Wörter die durch einen andern Buchstaben ihre Bedeutung verändern. Das kann mein Gehirn eigentlich fast gar nicht erfassen, es passt einfach nicht in die Struktur meines Denkens. Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass ich an manchen Stellen einfach das falsche Wort verwende, weil es so ähnlich aussieht wie das „richtige“ Wort.

Eigentlich halte ich die Struktur meines Denkens für einen sehr großen Vorteil.

Das Denken in Bildern ist sehr einfach und effizient. Man kann sich Bilder problemlos über Jahrzehnte merken. Manchmal verlieren sie über die Zeit an Details, aber die kann man bei bedarf ja wieder durch nachdenken hinzufügen.

Für das fehlerfreie Schreiben von Texten ist die Struktur meines Denkens allerdings denkbar ungeeignet. Trotzdem überwinde ich diesen blinden Fleck in meiner Wahrnehmung und schreibe Texte, bin dabei allerdings auf die Fehlertoleranz der Leser angewiesen.

Denken Sie selbst!
Aber bedenken Sie, andere denken vermutlich anders als Sie.

Gedanken zur Krise

Juni 25, 2012

Viele Tweets rauschen in letzter Zeit zur EuroKrise durch die TL, deshalb sammle ich hier einmal ein paar Vermutungen / Meinungen von mir in diesem Blog.

Bei jedem Punkt gebe ich auch mit an für wie Wahrscheinlich ich die Aussage halte.

++: sehr Sicher
+: eher Wahrscheinlich
o: Neutral
-: eher Unwahrscheinlich
–: sehr Unsicher

1.) bei einem Zusammenbuch einer großen europäischen Bank besteht die Gefahr einer echten weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die viele Menschen ihr Vermögen, ihren Wohlstand und vielleicht sogar ihr Leben kosten könnte (+)

2.) a.) wenn man verschiedene Staaten, die sich auf unterschiedlichen Niveaus befinden, durch einen Finanzausgleich (z.B. den ESM) gleich macht, dann werden die schlechten Staaten profitieren und die guten Staaten darunter leiden (+)

2.) b.) wenn man verschiedene Staaten, die sich auf unterschiedlichen Niveaus befinden, durch einen Finanzausgleich (z.B. den ESM) gleich macht, dann werden alle Staaten davon provitieren (-)

3.) wenn Deutschland nicht bereit ist andere Eurostaaten in Not zu helfen, könnte das durchaus auch indirekte Folgen haben, die für Deutschland am Ende schlimmer sind, als den Wohlstandsverlust durch die Hilfsleitungen (+)

4.) Am Staatsbankrott von Griechenland wird der Euro zerbrechen (-)

5.) Am Staatsbankrott von Spanien oder Italien wird der Euro zerbrechen (++)

6.) a.) Der ESM wird auf Dauer die Europäischen Staaten stabilisieren / zusammenführen (o)
6.) b.) Der ESM wird die Demokratien Europas auf Dauer beschädigen (o)

7.) Deutschland würde mit einer eigenen Währung besser da stehen (o)
Wenn Deutschland oder eine anderes großes Land aus dem Euro Aussteig, wird das extreme Auswirkungen auf Europa und die ganze Welt haben. Hierunter werden alle Euroländer mit Sicherheit mehrere Jahre zu leiden haben. Vielleicht kann Deutschland nach Jahren, oder Jahrzehnten eine Depression wieder eine stabile Währung etablieren, vielleicht aber auch nicht. Kurzfristig wird es auf alle Fälle sehr schlimme Auswirkungen auch auf Deutschland haben.

8.) Ist es sinnvoll in einer Krise das System zu hinterfragen (o)
Vielleicht Ja, weil die Menschen, wenn es ihnen schlecht geht, vielleicht bereit sind scheinbar selbstverständliche Dingen zu hinterfragen.
Vielleicht Nein, weil das einen zusätzlichen Impuls auslöst, der alles in eine tiefe Depression stürzt und dann alle wieder nur an sich selbst denken können.

Ganz wichtig ist mir noch folgendes
Die sogenannten Märkte sind Kapital, das nach Renditen sucht. Es ist sehr unwahrscheinlich das hinter den Strömungen dieses Kapitals eine steuernde Macht steht. Viele Strömungen werden z.B. von regulatorischen Vorgaben verursacht, die Veränderungen vorschreiben, wenn bestimmte Schranken oder Regeln verletzt werden. Auch die mittlerweile sehr beliebten Garantieprodukte können solche Strömungen auslösen, da auch hier viele Regeln die Verwalter zwingen die Anlagen umzuschichten.

Sie haben noch andere interessante Gedanken die ihnen zur Krise durch den Kopf gehen?
Sie sind zu einzelnen Punkten völlig anderer Meinung als ich?

Dann schreiben Sie doch bitte einen Tweet oder einen Kommentar dazu.

Denken Sie selbst,
Ihre FavStarMafia

Eine Blase ist eine Blase

Juni 10, 2012

In Spanien stehen zur Zeit sehr viele Häuser leer, weil die niedrigen Zinsen die Menschen dazu verführt haben, Immobilien zu kaufen und zu bauen.

Da es jetzt mehr Immobilien gibt, als die Menschen eigentlich benötigen, gehen die Preise aufgrund der geringen Nachfrage stark zurück.

Leider haben auch viele Spanier ihre Arbeit verloren, weil ihr Arbeitsplatz direkt oder indirekt mit der Baubranche zu tun hatte.

Viele Spanier können deshalb ihre Kredite aktuell nicht mehr zurückbezahlen, was sich auf die Banken auswirkt, die ihnen diese Kredite gegeben haben. Die Banken haben aber verstanden was sie da finanziert haben, deshalb sollten wir uns auch keine großen Gedanken über die Banken machen.

Das eigentliche Problem sind die Immobilien, die aktuell nicht benötigt werden, diese müssen dem Markt wieder entzogen werden. Das können wir von den Hedge-Fonds erledigen lassen, die jetzt schon in Spanien unterwegs sind oder uns eigene Konzepte überlegen.

Die Hedge-Fonds werden sich nur die Sahnestücke heraussuchen und den Besitzern die Pistole auf die Brust setzten, die Verarmung der Menschen wird dabei sehenden Auges in Kauf genommen.

Wenn die Europäer aber die Immobilien und die zugehörigen Kredite bei den Banken ablösen, sozialisieren sie so das kurzfristige Risiko der Blase, was mehrere positive Effekte zur Folge haben könnte.

1. Die Menschen haben keine Schulden mehr.
2. Die Banken haben keine Bilanzsumme mehr, die man retten müsste.
3. Die Europäer müssten ihren Boden in einer Krise nicht an Investoren verschenken.
4. Nach der Krise haben viele der Immobilien wieder einen Wert, der dann durch gezieltes Verkaufen in kleinen Mengen, für die Gemeinschaft realisiert werden kann.

Bestimmt hat der Vorschlag auch viele Nachteile, die mir nur gerade nicht einfallen, aber die können Sie dem Blog ja gerne als Kommentar hinzufügen.

Denken Sie selbst,
Ihre FavStarMafai